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Fibromyalgie

Fibromyalgie gehört zu den Schmerzsyndromen. Typisch sind tiefe Muskelschmerzen in verschiedenen Körperregionen. Hinzu kommen Erschöpfung, Konzentrations- und Schlafprobleme. Die Ursachen der Krankheit sind noch nicht bekannt, möglich ist aber eine gestörte Schmerzverarbeitung. Die Behandlung ist schwierig, da gängige Schmerzmittel versagen.

  • Symptome
  • Tiefe Muskelschmerzen, Missempfindungen, schmerzhafte Druckpunkte, Erschöpfung, reizdarmähnliche Beschwerden, Depressionen, Ängste.

  • Schmerzmittel
  • Opioide, Kortison oder nicht-steroidale Entzündungshemmer wie Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure wirken kaum oder gar nicht.

  • Behandlung
  • Bewegung, Wärmetherapie, Psychotherapie, Antidepressiva, Entspannungsverfahren.

  • Ernährung
  • Vorwiegend pflanzlich basiert, insbesondere viel Gemüse, wenig Fleisch, wenig Alkohol.

  • Ursachen
  • Auslöser noch weitgehend unbekannt, evtl. gestörte Schmerzverarbeitung, genetische Ursachen, veränderte Nervenfasern, seelische Traumata.

  • Diagnostik
  • Ausschluss anderer Ursachen, Überprüfung spezieller Schmerzdruckpunkte, Schmerzfragebögen.

  • Prognose
  • Nicht heilbar, aber beherrschbar, hinterlässt keine bleibenden körperlichen Schäden.

    Symptome

    Der Begriff „Fibromyalgie“ steht für Faser-Muskel-Schmerzen. Das beschreibt bereits das zentrale Symptom der Erkrankung. Meist handelt es sich um anhaltende, tiefe Muskelschmerzen, die von Missempfindungen begleitet werden. Sie lassen sich bislang nicht durch krankhafte Prozesse erklären. Weitere Hauptsymptome sind Schlafstörungen und Erschöpfung. Häufig geht eine Fibromyalgie auch mit seelischen Beschwerden wie Depressionen oder Angst einher.

    Hauptsymptom Schmerz

    Das Hauptsymptom der Fibromyalgie ist ein diffuser und chronischer Schmerz. Oft beschreiben die Betroffenen ihn als tiefen Muskelschmerz, zu dem Steifigkeit, Brennen, Klopfen, Taubheitsgefühl und Kribbeln kommen können. Manchmal fühlen sich auch Gelenke oder Muskeln geschwollen an. Der Schmerz kann sich auf bestimmte Bereiche konzentrieren. Häufig betroffen sind vor allem Nacken, Rücken, Arme, Beine und Brust. Er kann aber auch in anderen Körperregionen auftreten. Veränderliche Schmerzintensität: Schmerzbelastung und -intensität werden durch Wetter, Temperatur, Tageszeit, Stressbelastung und körperliche Aktivität beeinflusst. Bei manchen Patienten ist der Schmerz morgens besonders intensiv. Er bessert sich dann im Laufe des Tages. Wärme und mäßige Aktivität bessern die Fibromyalgie-Symptome meist.

    Schmerzhafte Druckpunkte (Tender-Points)

    Typisch für Patienten mit Fibromyalgie ist, dass sie besonders sensibel auf Druck an bestimmten Körperpunkten reagieren. Insgesamt gibt es 18 dieser sogenannten Tender-Points. Kopfschmerzen: Neben den muskulären Schmerzen plagen Menschen mit Fibromyalgie auch häufig Kopfschmerzen oder Migräne. Auch Reizdarm-Symptome mit häufigen Bauchschmerzen Durchfall oder Verstopfung sind verbreitet. Andere wieder leiden unter Schmerzen, die einem Harnwegsinfekt ähneln.

    Schmerzendes Gesicht

    Eine spezielle Variante der Fibromyalgie äußert sich als sogenanntes Temporomandibulargelenk-Syndrom, bei dem Gesicht und Kiefer schmerzen. Letzteren können die Personen nur eingeschränkt bewegen, was ihnen Probleme beim Kauen bereitet.

    Hauptsymptome Müdigkeit und Schlafstörungen

    Mehr als 90 Prozent der Fibromyalgie-Patienten leiden unter Müdigkeit und Erschöpfung. Oft kommen Schlafstörungen hinzu - ihr Schlaf ist leicht und sie wachen häufig auf. Außerdem leiden sie häufiger unter Schlafapnoe. Dabei treten Atemaussetzer in der Nacht beim Schnarchen auf. Der Schlaf ist dann wenig erholsam und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt.

    Fatigue bei Fibromyalgie

    Die Schlafstörungen können in ein chronisches Müdigkeitssyndrom (chronisches Fatigue-Syndrom, CFS) münden. Fatigue ist der Fachbegriff für chronische Müdigkeit. Tatsächlich erfüllen die meisten Fatigue-Betroffenen die Kriterien für Fibromyalgie. Umgekehrt leiden mehr als zwei Drittel der Fibromyalgie-Erkrankten unter CFS. Restless-Legs-Syndrom: Eine Erkrankung, die ebenfalls häufig bei Fibromyalgie-Patienten auftritt, ist das sogenannte Restless-Legs-Syndrom. Betroffene leiden in Ruhe unter quälendem Ziehen oder Kribbeln in den Beinen. Die Symptome lassen sich nur durch Bewegung lindern. Auch das kann erhebliche Schlafstörungen und nachfolgend Müdigkeit verursachen. Bei Patienten mit Fibromyalgie-Symptomen sollte daher untersucht werden, ob nicht zusätzlich ein Restless Legs-Syndrom vorliegt.

    Restless-Legs-Syndrom

    Eine Erkrankung, die ebenfalls häufig bei Fibromyalgie-Patienten auftritt, ist das sogenannte Restless-Legs-Syndrom. Betroffene leiden in Ruhe unter quälendem Ziehen oder Kribbeln in den Beinen. Die Symptome lassen sich nur durch Bewegung lindern. Auch das kann erhebliche Schlafstörungen und nachfolgend Müdigkeit verursachen. Bei Patienten mit Fibromyalgie-Symptomen sollte daher untersucht werden, ob nicht zusätzlich ein Restless Legs-Syndrom vorliegt.

    Überempfindlichkeit und Regulationsstörungen

    Menschen mit Fibromyalgie reagieren oft besonders empfindlich auf Reize wie Gerüche, Lärm oder Licht. Weitere Fibromyalgie-Symptome treten infolge der gestörten Körperregulation auf. Zu solchen vegetativen Symptomen zählen vermehrtes Zittern (Tremor), übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrosis), reduzierter Speichelfluss und kalte Finger. Auch ein Reizdarm-Syndrom mit Krämpfen und Durchfall tritt bei Menschen mit Fibromyalgie-Symptomen häufig auf.

    Fibromyalgie: Seelische Symptome

    Eine Fibromyalgie geht häufig auch mit seelischen Beschwerden einher. Besonders häufig sind depressive Symptome wie Nervosität, innere Unruhe, Niedergeschlagenheit und Antriebsverlust. An einer echten Depression erkranken rund 30 Prozent der Fibromyalgie-Betroffenen. Andere entwickeln neben der Fibromyalgie auch eine Angststörung.

    Schweregrade von Fibromyalgie

    Wie stark und vielfältig die Fibromyalgie-Symptome bei einem Patienten sind, ist sehr unterschiedlich. Daher teilen Ärzte die Erkrankung auch in unterschiedliche Schweregrade ein. Betroffene mit leichteren Formen haben neben den Schmerzen in verschiedenen Körperregionen kaum oder gar keine anderen körperlichen und seelischen Beschwerden. Sie erleben häufig längere beschwerdefreie Intervalle und sind in ihrer Lebensqualität im Beruf und Freizeit kaum beeinträchtigt. Andere haben neben den chronischen Schmerzen weitere körperliche sowie seelische Fibromyalgie-Symptome. Sie sind in ihrem Alltag mäßig oder sogar deutlich beeinträchtigt.

    Quelle: NetDoktor: Fibromyalgie