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Hexenschuss

Als Hexenschuss (Lumbago, Lumbalgie) bezeichnen Mediziner akut einsetzende Kreuzschmerzen. Auslöser ist meist eine ungünstige oder ungewohnte Bewegung des Rumpfes. Ein Hexenschuss ist im Allgemeinen harmlos und bessert sich von allein wieder. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wie entsteht ein Hexenschuss? Was tun gegen die Schmerzen? Wann ist bei Hexenschuss ein Arztbesuch ratsam?

Kurzübersicht

  • Was ist ein Hexenschuss
  • Akut einschießende Schmerzen im unteren Rücken, meist ausgelöst durch eine abrupte, ungewohnte oder ungeschickte Bewegung (wie Bücken, Heben, Rumpfdrehung etc.).

  • Symptome
  • akute Schmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbel und über dem Kreuzbein (in der Mitte oder seitlich davon), oft auch beim gehen und Stehen. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule ist schmerzbedingt eingeschränkt. Manchmal strahlen die Schmerzen aus (etwa ins Bein).

  • Untersuchungen
  • Zur Abklärung genügen dem Arzt meist ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung. Nur bei Verdacht auf ernste bzw. organbedingte Ursachen der akuten Kreuzschmerzen sind weiterführende Untersuchungen (Röntgen, MRT, Laboruntersuchungen etc.) nötig.

  • Behandlung
  • Wärme, kurzzeitig Stufenlagerung, aber keine Bettruhe! Stattdessen leichte Bewegung und Beibehaltung von Alltagsaktivitäten, ggf. mithilfe von Schmerzmitteln (wie Ibuprofen oder Diclofenac).

  • Prognose
  • Hexenschuss ist meist harmlos und klingt nach kurzer Zeit von allein wieder ab.

    Hexenschuss: Beschreibung & Symptome

    Der umgangssprachliche Begriff Hexenschuss bezeichnet akut einschießende Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Die Fachbezeichnung für diesen akuten Kreuzschmerz lautet Lumbalgie oder Lumbago (der Ausdruck „akute Lumbago“ ist unsinnig). Kreuzschmerzen gelten als Volksleiden. Laut der deutschen Rückenschmerzstudie 2003/2006 haben bis zu 85 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben Kreuzschmerzen.

    Lokales Lumbalsyndrom

    Der Begriff „lokales Lumbalsyndrom“ umfasst alle Krankheitszustände, die:

  • auf degenerative (abnutzungsbedingte) und funktionelle Störungen in der Lendenwirbelsäule zurückzuführen sind
  • deren Symptome auf die Lendenwirbelregion begrenzt bleiben.
  • Es gehören dazu alle Übergänge zwischen dem einfachen Hexenschuss (Lumbago), der akut einsetzt und ebenso schnell wieder verschwindet, bis hin zu chronisch-wiederkehrenden (rezidivierenden) Kreuzschmerzen.

    Hexenschuss: Symptome

    Die Schmerzen bei einem Hexenschuss sitzen hauptsächlich in der unteren Lendenwirbelregion und über dem Kreuzbein – entweder in der Mitte oder etwas seitlich davon. Sie können auch in andere Körperregionen (vor allem das Bein) ausstrahlen, als ob eine Nervenwurzel im Lendenbereich gereizt sei (pseudoradikuläre Schmerzen).

    Durch die Schmerzen ist die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule eingeschränkt: Viele Betroffene können sich nicht mehr bücken. Auch das Gehen und Stehen können schmerzbedingt fast unmöglich sein. Wenn man auf die Dornfortsätze der Wirbel drückt oder klopft, dann schmerzt es.

    Hexenschuss: Behandlung

    Gegen die Schmerzen bei einem Hexenschuss hilft Wärme: Sie regt die Durchblutung an, entspannt die Muskeln und kann so die Schmerzen lindern. Empfohlen werden zum Beispiel wärmende Auflagen (wie Wärmepflaster, warme Moorpackung, Wärmflasche, Körnerkissen) sowie Rotlichtbestrahlungen.

    Wenn sich unter der Wärmebehandlung die Schmerzen verstärken, sollten Sie die Anwendung beenden und einen Arzt um Rat fragen - möglicherweise steckt etwas anderes als ein Hexenschuss hinter den Beschwerden.

    Eine kurzzeitige Schmerzlinderung lässt sich oft auch mit der Stufenlagerung erzielen: Der Patient legt sich auf den Rücken. Die Beine werden in der Hüfte und in den Knien rechtwinklig gebeugt, indem man etwa die Unterschenkel auf einen Stuhl oder einen Hocker der passenden Höhe ablegt. Diese Position entlastet die Wirbelsäule und die Muskeln im unteren Rücken.

    Darüber hinaus sollten sich Hexenschuss-Geplagte aber nicht ins Bett zu legen und möglichst wenig bewegen. Davon raten Experten ausdrücklich ab! Denn Bettruhe und Inaktivität sind nicht hilfreich. Sie können sogar schaden, indem sie die Schmerzen verstärken und die Heilung verzögern. Stattdessen sollten Patienten ihre normale Alltagsaktivitäten so gut wie möglich beibehalten – gegebenenfalls mithilfe von Schmerzmitteln.

    Für die medikamentöse Hexenschuss-Behandlung werden vor allem Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac empfohlen. Sie werden zum Beispiel als Tablette oder Kapsel eingenommen. Allerdings dürfen NSAR manchmal aufgrund ihrer potenziellen Nebenwirkungen nicht angewendet werden (etwa bei schwerer Herzschwäche). Darüber hinaus gibt es Menschen, die NSAR nicht vertragen. In solchen Fällen kann der Arzt ein alternatives Schmerzmittel verschreiben, zum Beispiel Metamizol.

    Generell gilt: Hexenschuss-Patienten sollten Schmerzmittel nur anwenden, wenn es unbedingt nötig ist. Zudem sollten die Medikamente nur kurzzeitig und in möglichst niedriger Dosierung eingenommen werden.

    Quelle: NetDoktor: Hexenschuss